Der Schabbat beginnt am Freitagabend und endet mit dem Erscheinen der ersten 3 Sterne am Samstagabend. Es wird gefeiert und daran erinnert, dass Gott in 6 Tagen die Welt geschaffen hat und sich am 7. Tage ausruhte und sein vollendetes Werk betrachtete.
Rosch Haschana, das Neujahr, leitet im September den Beginn der „Hohen Feiertage“ im Judentum ein. Es wird an das vergangene Jahr gedacht und die Mitmenschen und Gott um Vergebung gebeten für alle schlechten Taten und nicht gehaltenen Versprechen.
Sukkot, das Laubhüttenfest im Herbst dauert eine Woche. Es ist einerseits ein Erntedankfest und zugleich Bitte um genug Regen für das nächste Erntejahr. Andererseits erinnert es die Juden an die Zeit, in die sie nach der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten als Nomaden in der Wüste lebten, bis sie nach 40 Jahren endlich ins gelobte Land kamen.
Die Tora wird in der Synagoge im Lauf eines Jahres komplett gelesen. Zu Simchat Tora, dem Tora Freudensfest, nach dem letzten Sukkottag im Herbst, kommt die Lesung der Torarolle zum Ende und wird gleich wieder von vorne begonnen.
Chanukkah, das Lichterfest in Dezember, erinnert an das Wunder, das 168 v.Chr. nach der Rückeroberung des 1. Tempels geschah.
Tu Bischwat, der Geburtstag der Bäume, wird Ende Januar, zum Beginn des israelischen Frühlings gefeiert. Das Abendessen am Vorabend wird mit einer besonderen Zeremonie und unterschiedlichen Symbolen begangen. Es ist Brauch, einen Baum zu pflanzen und über Naturschutz zu sprechen.
Zu Purim, dem Fest der Lose, im Frühjahr wird die Esther-Rolle vorgelesen. Diese erzählt die Geschichte der jüdischen Königin Esther, die das israelische Volk vor der Vernichtung während des babylonischen Exils rettete.
Das zentrale Thema von Pessach, dem Fest der ungesäuerten Brote, im Frühling, ist die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei, der Dank dafür, frei leben zu können und die Hoffnung, nächstes Jahr in Jerusalem feiern zu können.
Schawuot bedeutet „Wochen“. Es ist ein Erntedankfest, 7 Wochen nach Pessach, zeitnah an Pfingsten.